Zehnmillionste Tonne Stahl produziert

1992 in Betrieb gegangen, produzierte die erste Feuerbeschichtungsanlage der Firma Krupp jetzt die zehnmillionste Tonne Qualitätsstahl am Standort Bochum.

Es ist mit rund 70 Metern eines der höchsten Gebäude der Stadt und eine Landmarke an der Autobahn A 40: die Feuerbeschichtungsanlage von thyssenkrupp in Bochum. Vom Dach aus ist ein einmaliger Rundblick über das Ruhrgebiet möglich. Technisch hat die Anlage darunter einiges zu bieten, denn dort werden auch Hightech-Stähle hergestellt – und das seit fast 25 Jahren.

Ein besonderes Jubiläum kann die FBA 7 jetzt ebenfalls feiern: Das Aggregat produzierte die zehnmillionste Tonne Qualitäts-Flachstahl. „Durch zahlreiche Modernisierungen ist unsere Feuerbeschichtungsanlage stets auf dem neuesten Stand geblieben. Technisch erfüllt sie daher weiterhin die steigenden und speziellen Anforderungen unserer Kunden“, betont Markus Kovac, der als Teamkoordinator in Bochum u. a. für diese Anlage verantwortlich ist. Dies führt auch dazu, dass die FBA 7 gut ausgelastet ist.

Das Aggregat ist am 12. Mai 1992 in Betrieb gegangen und war damals die erste Feuerbeschichtungsanlage der Firma Krupp. Heute verfügt Steel über insgesamt neun solcher Fertigungslinien. An der FBA 7 in Bochum arbeiten etwa 80 Personen. Insgesamt sind an diesem Standort gut 2.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 150 Auszubildende.

Eine Feuerbeschichtungsanlage produziert feuerverzinkten Bandstahl in verschiedenen Abmessungen

Als „Feuerverzinken“ wird der kontinuierliche Prozess bezeichnet, bei dem aufgewickeltes Stahlband aneinandergeschweißt, im Durchlaufverfahren geglüht und als Endlosband durch einen Behälter mit flüssiger Zinkschmelze gezogen und danach gekühlt wird. Durch verschiedene weitere Fertigungsschritte wird das Stahlband kundenfertig erzeugt und kann nach dem Aufwickeln direkt verpackt und versandt werden. Die Anlage ist so hoch, weil das flüssige Zink nach dem Tauchbad gekühlt werden muss und das Band in dem hohen Turm senkrecht nach oben gezogen und dabei mit Gebläsen soweit gekühlt wird, dass das Zink hart ist. Zum Einsatz kommen die korrosionsgeschützten Bleche z. B. in Rohren oder Hausgeräten, aber auch im Automobilbau in Motorhauben oder crashrelevanten Teilen.

Der Standort Bochum

Auf dem Werkgelände neben dem Ruhrschnellweg befinden sich über die FBA 7 hinaus noch ein Warmbandwalzwerk, zwei Beizen, eine Kaltwalzstraße und eine elektrolytische Verzinkungsanlage sowie verschiedene Kleinanlagen zur Stahlveredelung und ein eigenes Ausbildungszentrum.