Wir helfen: Wege aus der Alkoholsucht

Mit „Morgen hör’ ich auf“ bot der bekannte Schauspieler Karlheinz Lemken im Bildungszentrum Hamborn von Steel Europe Einblick in seinen Kampf gegen die Sucht. Der Sozialservice von Steel Europe bietet Hilfe und Beratung.

Es ist stockfinster im abgedunkelten Auditorium im Bildungszentrum Hamborn von ThyssenKrupp Steel Europe. Hier und da ein Hüsteln, aufgeregtes Gemurmel: Was passiert jetzt? Dann geht das Licht auf der Bühne an. Das Ein-Mann-Theaterstück mit Schauspieler Karlheinz Lemken (bekannt aus „Die Kommissarin“) beginnt. In 75 Minuten skizziert der Theaterprofi seinen verzweifelten Kampf gegen die Alkoholsucht und den damit verbundenen sozialen Abstieg. Das Publikum fühlt mit, seufzt erschrocken auf, wenn der Charakter auf der Bühne wieder zur Flasche greift. Atmet auf, als Lemken zum Schluss darstellt, dass er nun in einer Entzugsklinik ist und sich helfen lassen möchte.

Die Realität auf der Bühne

Es ist ein bewegendes Stück, ein Theaterstück, das die Realität abbildet. „Viele Menschen konsumieren Alkohol in bedenklicher Form oder gelten als alkoholabhängig. Oft hat man selbst ein Problem und möchte es sich nicht eingestehen, oder man kennt Freunde oder Arbeitskollegen, die zu viel Alkohol konsumieren. Das Theaterstück solle vor Augen führen, wie schnell jemand süchtig werden kann, aber auch dass Hilfe da ist“, betont Kai Pilgermann, Betrieblicher Gesundheitsmanager am Standort Duisburg Hüttenheim, Organisator des Theaterstücks.

"Betroffene können sich zu jeder Zeit bei unserem Sozialservice melden"

KAI PILGERMANN, Betrieblicher Gesundheitsmanager am Standort Duisburg Hüttenheim

Hilfe beim Weg aus der Sucht

„Betroffene können sich zu jeder Zeit bei unserem Sozialservice melden. Jeder Anruf ist freiwillig und die dortigen Mitarbeiter halten sich an ihre Schweigepflicht. Es wird schnelle fachliche Hilfe angeboten, nicht nur jetzt, sondern auch bei der Nachsorge. Unser Sozialservice ist eine anerkannte Suchtberatungsstelle und ist für alle Mitarbeiter da“, versichert Kai Pilgermann allen Betroffenen eine diskrete Hilfe zu. Auch Ingeborg Erichsen, Leiterin des Bereichs Gesundheit, meint: „Das Stück war sehr bewegend und realistisch, es war eine sehr gute Darstellung des Problems und ging unter die Haut. Wichtig ist uns die Botschaft: Steel-Mitarbeiter stehen im Fall der Fälle nicht allein da, der Sozialservice hilft schnell und kompetent. Wir hoffen, dass die Botschaft des Theaterstücks in die Betriebe getragen wird.“ Betroffene finden hier die Ansprechpartner des Sozialservice.