Revolution in der Radnabe

Im Motor des PowerCore SunCruiser steckt bahnbrechende Technologie aus den Laboren von ThyssenKrupp. Sie soll das Sonnenmobil bei der Weltmeisterschaft in Australien beflügeln.

Freund der Sonne: der PowerCore SunCruiser.

Monatelang haben sie leidenschaftlich getüftelt. Jetzt folgt die Reifeprüfung „Down Under“. Fünf Generationen von Solarmobilen haben Studenten der Hochschule Bochum schon bei der World Solar Challenge an den Start gebracht. Im Oktober gehen sie wieder auf den rund 3.000 Kilometer langen WM-Kurs der Solarautos von Darwin nach Adelaide – mit ihrem neuen SunCruiser. Zum ersten Mal mit an Bord: PowerCore, ein Elektroband, das Spezialisten von ThyssenKrupp Steel Europe und ThyssenKrupp Electrical Steel entwickelt haben.

Das Projekt steigert die Expertise von ThyssenKrupp in Sachen Elektromobilität und Energieeffizienz. Und die Richtung stimmt: Der SunCruiser ist mit vier Rädern, drei Sitzplätzen und Kofferraum beinahe alltagstauglich. Solarmodule auf dem Dach wandeln die Sonnenenergie in Elektrizität für Motoren und Batterie um. Durch das 0,30 Millimeter dicke PowerCore Elektroband kann die Energie effizient genutzt werden. „Dass wir hier überhaupt Elektroband einsetzen, ist revolutionär“, sagt Stefan Spychalski, Sprecher des SolarCar- Projekts an der Hochschule Bochum.

„Der Motor schafft mit PowerCore mehr Leistungsdichte und Drehmoment“, erklärt Marco Tietz, Leiter Anwendungstechnik nicht kornorientiertes Elektroband bei ThyssenKrupp Steel Europe. „Das bedeutet: geringerer Strombedarf, niedrigere Batteriebelastung und größere Reichweite.“ Wenn das mal nicht entscheidende Trümpfe auf der Rennstrecke sind.