Soziale Woche und Ausflug in den Zoo

"Neben der fachlichen Eignung ist auch eine starke Persönlichkeit im Beruf wichtig": Auszubildende von thyssenkrupp helfen in Altenpflegeeinrichtungen in Duisburg.

„Soziale Woche“ heißt das Programm, in dem sich die Auszubildenden von Steel regelmäßig freiwillig engagieren können.

Neigen, Ankippen im Stand und sicheres Fahren: „Dass Rollstuhlfahren so schwierig ist und so viel Übung erfordert, hätte ich nicht gedacht“, sagt Bianca Brabender. Die 20-Jährige macht bei Steel ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin. Gemeinsam mit 15 anderen Auszubildenden hat sie die Evangelische Altenhilfe Duisburg unterstützt. Im Vorfeld haben die freiwilligen Helfer auch ein Rollstuhltraining gemacht. „Soziale Woche“ heißt der Teil unserer Ausbildung, mit dem die Nachwuchskräfte zusätzlich Verantwortungsbewusstsein und gemeinschaftsorientiertes Denken mit auf den Weg bekommen. Gleichzeitig unterstreichen wir mit dieser Initiative im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements, dass wir ein „Guter Nachbar“ für Duisburg sind.

„Wir fördern soziales Bewusstsein während der Ausbildung gezielt, da neben der fachlichen Eignung auch eine starke Persönlichkeit im Beruf wichtig ist“, so Wolfang Smolarczyk, Fachkoordinator in der Ausbildung bei Steel im Technikzentrum Duisburg. „Unsere Auszubildenden können ihr Einfühlungsvermögen schärfen, lernen neue organisatorische Abläufe kennen und setzen sich vor allem mit anderen Werten und Lebenswelten auseinander.“

Essen zubereiten und servieren, auch den Bewohnern, die nicht mehr mobil sind; Freizeit mit Spielen, Gesprächen und einem Ausflug in den Duisburger Zoo gestalten – die Tätigkeiten im Arbeitsalltag in den Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Altenhilfe Duisburg waren vielfältig: „Gerade Ausflüge erfordern fast immer eine 1:1-Betreuung, das heißt, jeder Bewohner benötigt eine Betreuungsperson“, erklärt die Zentrale Heimleitung Petra Rathofer. „Durch die Azubis war es möglich, mit einer größeren Gruppe als üblich unterwegs zu sein. Der Tag war deshalb vor allem für die Bewohner besonders aufregend. Mit insgesamt mehr als 60 Teilnehmern war die Gruppe so groß wie nie zuvor“, so Petra Rathofer.

Die „Soziale Woche“ führt Steel regelmäßig in Kooperation mit Einrichtungen durch, in denen Auszubildende durch praxisorientiertes Arbeiten unterstützend tätig sind und sich gleichzeitig in die Gesellschaft einbringen können: „Das Älterwerden betrifft uns ja alle. Deshalb hat mich diese ,Soziale Woche‘ besonders nachdenklich gestimmt. Einerseits haben die Bewohner noch so viel Lebensfreude und Zufriedenheit vermittelt, andererseits haben wir auch mitgekriegt, dass Einige starke körperliche Beschwerden haben und auf permanente Pflege angewiesen sind“, so Bianca Brabender. Sie würde sich gerne mehr ehrenamtlich in ihrer Freizeit engagieren, sucht aber noch nach der geeigneten Einrichtung. Auf jeden Fall ist sie aber bei der nächsten „Sozialen Woche“ wieder dabei.

Essen zubereiten und auch den Bewohnern servieren, die nicht mehr mobil sind, Freizeit mit Spielen, Gesprächen und einem Ausflug in den Duisburger Zoo gestalten – die Tätigkeiten der thyssenkrupp Auszubildenden im Arbeitsalltag der Evangelischen Altenhilfe Duisburg waren vielfältig.