Neue Logistikstrategie

Schnellerer Materialdurchsatz, kürzere Stand- und Leerlaufzeiten bei Verkehrsmitteln, besserer Informationsaustausch: Initiative „Kooperative Planung“ sorgt für zufriedenere Kunden

Der Bereich Logistik bei Steel hat in den vergangenen Monaten seine Strategie weiterentwickelt und dabei Antworten auf wichtige Fragen gefunden. Beispielsweise: Wie ist die Logistik künftig strategisch aufgestellt? Welche Themen stehen an? Welchen Anspruch stellen die Logistiker an ihre Arbeit und die Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen? Welche konkreten Ziele setzen sie sich, damit sie diesem Anspruch gerecht werden? „Die Vision hat uns bei diesem Neuausrichtungsprozess zunächst den Rahmen vorgegeben, aus dem wir unsere Ziele und Maßnahmen entwickelt haben“, beschreibt Christopherus Steindor, Leiter Logistikstrategie, das Vorgehen. Führungskräfte des Bereichs haben in verschiedenen Workshops die wichtigsten Handlungsfelder und damit die Top-Themen für das laufende Jahr festgelegt. „Ein Schwerpunkt ist die Wahrnehmung der Rolle unseres Bereichs: Wir müssen künftig sichtbarer sein und als kompetente Dienstleister und Sparringspartner noch stärker in die Prozesse des Unternehmens eingebunden werden. Nur so werden wir für andere Bereiche zum unverzichtbaren, zuverlässigen und qualifizierten Partner.“

Eine erste Initiative, die dabei helfen soll, dieses Ziel zu erreichen, ist die „Kooperative Planung“: Die Bereiche Unternehmensplanung, Produktion und Vertrieb arbeiten im Rahmen dieser Initiative gemeinsam mit der Logistik daran, die Versorgung von Kunden, Werken und Tochtergesellschaften zu verbessern. Hier gilt es, Materialbestände, Lagerzeiten und Lieferwege auf den Prüfstand zu stellen. „Das Team hat zum Beispiel ein Vorgehen für einen schnelleren Materialdurchsatz an den Produktionsaggregaten entwickelt. Wir schaffen es auch, die Stand- und Leerlaufzeiten für Lkw und Eisenbahnwaggons zu verkürzen. Das alles trägt dazu bei, dass wir fristgerechter als bisher liefern können“, schildert Norbert Zentara, Performance Management Unternehmensplanung/-strategie/-entwicklung, die Fortschritte.

Ein intensiver Informationsaustausch zwischen den Betrieben sowie den Planungs- und Logistikteams sorgt für zeitnahe Ergebnisse. „Wir gehen die vielen Themen ganz pragmatisch an: Das Problem identifizieren, eine Lösung finden und Maßnahmen möglichst sofort umsetzen. Dazu bringen wir die Experten an einen Tisch. Wir haben das Ziel, aufkommende Schwierigkeiten schon im Vorfeld zu erkennen und präventiv tätig zu sein“, beschreibt Steindor die Arbeitsatmosphäre. Ein Beispiel dafür ist die Einführung eines ampelähnlichen Warnsystems. Es hilft dabei, Schwankungen bei der Materialversorgung von Aggregaten für alle Planer, Betriebsleute und Logistiker einfacher sichtbar zu machen. „Die ‘Kooperative Planung‘ ist damit die Plattform für alle Materialströme zwischen den Werksbereichen und zu unseren Kunden“, so Steindor.

LOG – Symbol für neue Wege

Dass der Bereich Logistik einiges anders als bisher macht und neue Wege geht, verdeutlicht das jüngst entstandene Symbol, das alle Initiativen als Teile der Logistikstrategie sichtbar macht. Ulrike Höffken, Bereichsleiterin Logistik, hierzu auf einer Informationsveranstaltung im Sommer: „Durch die Eingliederung unterschiedlicher Abteilungen und Bereiche stehen wir vor der Aufgabe, als Logistikbereich zusammenzuwachsen und uns mit dem, was wir tun und wie wir es tun, zu identifizieren. Da sind der Austausch untereinander und eine offene Kommunikation von großer Bedeutung. Das Symbol soll ein Zeichen setzen: Wir sind alle miteinander verbunden und aufeinander angewiesen. Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir zusammenarbeiten.“ Übrigens: Das gesamte Logistikteam hat bei der Entwicklung des Symbols mitgewirkt. Per Postkarte oder online konnten die Mitarbeiter ihren Favoriten wählen und so festlegen, welche Darstellung den Anspruch des Bereichs und den Teamgedanken am besten widerspiegelt.