Mitarbeiter-Info

Um die Zukunftsfähigkeit unseres Stahlgeschäfts zu sichern, wird das Strategieprogramm "one steel" weiter vorangetrieben. Dazu gehören Einsparungen, aber auch hohe Investitionen.

Restrukturierung Stahlgeschäft

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

um die in unserer Vision formulierten Ziele zu erreichen und die Zukunftsfähigkeit unseres Stahlgeschäfts langfristig zu sichern, haben wir bei thyssenkrupp Steel im vergangenen Jahr das Strategieprogramm one steel auf den Weg gebracht. In einem ersten Schritt wurde die Organisation im Rahmen von act@steel marktnäher aufgestellt und die Modernisierung der IT angestoßen. Wir haben zugleich das Marktumfeld und unsere Geschäfte sorgfältig analysiert und nutzen alle Hebel, um uns stärker an den Marktpotenzialen und Kundenanforderungen auszurichten und dadurch profitabler zu werden. Dennoch bleibt unser Marktumfeld sehr schwierig. Die Effekte aus dem Markt werden ganz klar nicht ausreichen, um unser Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich zu verbessern.

Wir haben daher immer gesagt, dass wir auch eine Restrukturierung unseres Stahlgeschäfts ernsthaft prüfen müssen – und zwar unabhängig davon, ob es zu einem Zusammenschluss mit einem Partner kommt oder nicht. Wir haben dazu heute der Mitbestimmung unsere Pläne vorgestellt, die wir im Rahmen unserer Strategiediskussion mit der thyssenkrupp AG besprechen und dem Aufsichtsrat der thyssenkrupp Steel Europe AG am 4. Mai vorstellen werden.

Um Standortschließungen vermeiden zu können, müssen wir alle beeinflussbaren Kosten überprüfen und alle denkbaren Einsparmaßnahmen entschlossen angehen. Um es konkret zu machen: Wir müssen unsere Kosten in den kommenden Jahren um 500 Millionen Euro senken.

Die notwendigen Maßnahmen umfassen Einsparungen bei Personal, Instandhaltung und Reparatur, Logistik, Vertrieb und in der Verwaltung. Ein erster Teil unseres Maßnahmenpakets betrifft die Geschäftseinheit Grobblech (Business Unit Heavy Plate) und beinhaltet auch die Schließung der beiden Querteilanlagen in Duisburg Süd und Bochum. Wie viele Arbeitsplätze davon in Summe betroffen sein werden, ist derzeit noch offen und wird neben allen anderen Maßnahmen mit der Mitbestimmung besprochen.

Es geht aber nicht allein darum, unsere Kosten zu senken. Im Gegenteil: In den nächsten 5 Jahren planen wir, über 8 Milliarden Euro in die Zukunftsfähigkeit unseres Stahlgeschäfts zu investieren. Dazu zählen Ausgaben für die Instandhaltung und Modernisierung unserer Anlagen, für Forschung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung unserer IT. Investitionen werden wir gezielt dort einsetzen, wo sich das größte Potenzial für die Zukunft des gesamten Stahlgeschäfts ergibt. So wollen wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens sichern.

Wie auch bei allen vorangegangenen Maßnahmen, werden wir alle Schritte mit Augenmaß und Sorgfalt angehen und in enger Abstimmung mit der Mitbestimmung vornehmen – so wie das bei Stahl gute Kultur ist. Wenn konkrete Entscheidungen vorliegen, werden wir Sie zeitnah informieren.

Ihre

Andreas J. Goss, Premal A. Desai, Heribert R. Fischer, Arnd Köfler, Thomas Schlenz