Innovation braucht mehr als einen Geistesblitz

Wenn aus einer Idee ein fertiges Produkt geworden ist, hat sie einen weiten Weg zurückgelegt und einige Hürden genommen. Die Grafik zeigt die wichtigsten Stationen.

Das Autoblech des Jahres 2014 muss vielen Anforderungen entsprechen: Es muss dünn und leicht, trotzdem crash-stabil und natürlich möglichst günstig sein. Viele Forscher tüfteln seit Jahrzehnten und entwickeln die Automobilbleche unentwegt weiter. Ergebnis einer intensiven Entwicklung ist der neue Leichtbauwerkstoff LITECOR®.

Ein Material, das aus einem leichten Kunststoffkern besteht, der von zwei Stahlblechen umgeben ist – ähnlich einem Sandwich. Litecor eignet sich besonders für den Leichtbau im Automobil, für flächige Bauteile wie Boden, Dach, Tür, Heckklappe und Motorhaube. Der Werkstoff ist im Vergleich zu herkömmlichen Stahlblechen und Aluminium sehr steif. Litecor ist leicht, gut weiterzuverarbeiten und preiswerter als andere Leichtbaumaterialien. Durch sein geringes Gewicht hilft er, den CO2-Ausstoß von Autos zu verringern und die Umwelt zu schonen. Einige Jahre dauerte es, bis der Idee das fertige Produkt folgte – heute wird Litecor in Dortmund auf einer Versuchsanlage hergestellt und bereits für die Motorhauben des VW Polo R WRC eingesetzt. Ab 2017 wird der Werkstoff voraussichtlich industriell in Großserie gefertigt. Zukünftig sollen Ideen schneller zur Marktreife entwickelt werden. Das ist ein erklärtes Ziel des Programms BiC Reloaded.