Feuerverzinkte Stahlbleche kommen wieder aus Sagunto

Feuerverzinkungsanlage von thyssenkrupp Galmed S.A. im spanischen Sagunto wieder in Betrieb gegangen.

Die Feuerverzinkungslinie von thyssenkrupp Galmed S.A. im spanischen Sagunto ist wieder in Betrieb gegangen. Der offizielle Start erfolgte am 9. Dezember durch den Präsidenten des Landes Valencia, Ximo Puig Ferrer. Wolfgang Born und Miguel Arrabal Lopez hatten als Geschäftsleitung zur Wiederinbetriebnahme der FBA 9 eingeladen.

Aus Duisburg sind Herbert Eichelkraut und Thomas Schlenz angereist. Einen Grund zum Feiern gab es durchaus: 2013 war der Standort in der Nähe von Valencia aufgrund der geringen Auslastung in Folge der Wirtschaftskrise neben anderen Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen des Optimierungsprogramms „Best-in-Class Reloaded“ bei Steel außer Betrieb genommen worden.

Feuerverzinkte Stahlbleche von Steel für Kunden in ganz Europa

In jüngster Zeit werden feuerverzinkte Stahlbleche, die bei Steel an mehreren Standorten gefertigt werden, von Kunden aus verschiedenen Branchen wieder stärker nachgefragt. Die europäische Automobilindustrie hat sich beispielsweise zuletzt sehr positiv entwickelt. Dies wirkt sich unter anderem auf die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Europa aus. So wurden 2015 im Vergleich zum Vorjahr rund neun Prozent mehr Fahrzeuge angemeldet.

Auch Kunden aus anderen Branchen fragen zunehmend nach feuerverzinkten Produkten, bei denen der Stahl seinen korrosionsschützenden Überzug durch Eintauchen in geschmolzenes Zink erhält. Vor dem Hintergrund dieser deutlich verbesserten Gesamtsituation haben sich die thyssenkrupp Steel Europe AG und thyssenkrupp Galmed S.A. entschlossen, die Anlage in Sagunto wieder anzufahren. „Dieser Schritt unterstreicht unsere Flexibilität, auf die Anforderungen des Marktes und unserer Kunden optimal und zeitnah zu reagieren“, so Andreas Goss, CEO der thyssenkrupp Steel Europe AG. „Wir sind zuversichtlich, dass sich unser spanischer Werksstandort wieder gut entwickeln wird.“

„Hochlauf“ auf vollen Touren

Die vorbereitenden Maßnahmen zum technischen Produktionsstart laufen seit einigen Wochen. Jetzt wird die Fertigung von Stahlblechen wieder hochgefahren. Die Belegschaft für das spanische Werk wird ebenfalls schrittweise aufgebaut. Unterstützung erhält der Standort dabei von den Kollegen aus Duisburg. „Ziel ist es natürlich, dass der Standort Sagunto wieder eigenständig operieren kann. Bis dahin unterstützen wir in Personalangelegenheiten die Kollegen vor Ort“, so Klaus Bailer, Leiter des Funktionsbereichs Human Resources Development von Steel.