Neue Schulungsräume machen Lust auf Erste Hilfe

Die Erste-Hilfe-Trainer bei ThyssenKrupp Steel Europe erklären, wie die neuen Schulungsräume in Duisburg die Mitarbeiter zum Lernen motivieren.

Rund 2.500 Mitarbeiter schult ThyssenKrupp Steel Europe pro Jahr in Erster Hilfe – der Grundlehrgang dauert zwei Tage. Alle zwei Jahre muss dieses Grundwissen in Tagesseminaren wieder aufgefrischt werden, möglich ist dies an den Werkstandorten Bochum, Dortmund, Siegen/Finnentrop und Duisburg. Nun bieten die Schulungsräume in Duisburg neuen Komfort für Erste-Hilfe-Schüler und ihre Trainer. Wir sprachen mit dem Schulungsteam und erfuhren, worauf es in den Kursen ankommt.

Warum brauchen wir überhaupt die „Erste Hilfe“-Ausbildung bei ThyssenKrupp Steel Europe?

Dr. Georg von Groeling-Müller, Leiter Direktionsbereich Gesundheit: Leider kommen Arbeitsunfälle immer noch regelmäßig im Alltag unseres Hüttenwerkes vor. Außerdem erleben wir Erkrankungen, die plötzlich während der Arbeitszeit einsetzen. So etwas kann jeden treffen und da ist man natürlich erleichtert, wenn man – bevor die Rettungsfachleute kommen - rasch kompetente Hilfe erhält. Ersthelfer nehmen also eine sehr wichtige Aufgabe bei uns wahr, ich bin froh, dass es so viele Mitarbeiter gibt, die dieses Ehrenamt gerne ausüben. Diese Kollegen müssen natürlich fachgerecht angeleitet werden, insoweit sind die Schulungen unerlässlich.

Welche Rahmenbedingungen finden Dozenten und Teilnehmer bei ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg vor?

Walburga Kleinjohann, Seminarzentrum : Bei den Materialvoraussetzungen setzen wir seit jeher Standards – wir stellen modernste und aktuelle Trainingsmaterialien und Übungsphantome bereit. Auch bezüglich der Räumlichkeiten sind wir seit dem Frühjahr optimal aufgestellt. Der „TREFF“ – so heißt der Schulungsraum in der ehemaligen Schienentechnik – entspricht in Größe und Ausstattung den Richtlinien der Berufsgenossenschaft. Die sanitären Anlagen sind auf dem neuesten Stand. Alle Teilnehmer können sich kostenlos mit Heiß- und Kaltgetränken versorgen und ab dem Sommer wird es zusätzlich auch kleine Pausen-Snacks geben – das ist gut für die Grundstimmung.

Wie genau sehen die „Erste Hilfe Kurse“ aus?

Heiko Kaiser, Oberbrandmeister bei der Werkfeuerwehr ThyssenKrupp Steel Europe Duisburg: Wir setzen auf Theorie und Praxis in einem ausgewogenen Verhältnis, wobei die Anschaulichkeit viel Raum erhält: Unsere Dozenten lassen die Teilnehmer in praktischen Fallbeispielen eigene Erfahrungen sammeln. Dabei können wir Dozenten von der Werkfeuerwehr besonders auf die auf der Hütte vorkommenden Gegebenheiten eingehen. Wir finde es wichtig, dass die Lernatmosphäre gut ist, damit sich die Teilnehmer wohl fühlen und bereit sind, sich als Team einzubringen.

Welche Erfahrung haben Sie mit den Teilnehmern bei ThyssenKrupp Steel Europe gemacht?

Michael Grönheim, Geschäftsführer der Schulungsfirma intellexi GbR : Absolut positive, denn wir pflegen eine offene Gesprächskultur – sowohl mit den Teilnehmern als auch mit dem Team des Seminarzentrums, das die Schulungen organisiert, sowie der Werkfeuerwehr. So konnten wir im Dialog mit den Teilnehmern viele kleine Anregungen aufnehmen und Verbesserungen zeitnah umsetzen.

Heiko Kaiser : Die Teilnehmergruppen der Erste-Hilfe-Kurse spiegeln den Querschnitt der Gesellschaft wieder, das macht den Unterricht für unsere Dozenten besonders spannend und vielseitig. Denn auch die Fragestellungen streifen sämtliche medizinischen Ebenen. Die Teilnehmer lassen sich anstecken und erkennen, dass sie die Möglichkeit haben, sich aktiv in den Unterricht einzubringen. So machen die Schulungen für Dozenten und Teilnehmer einfach Spaß.