30 Jahre und ganz schön weise

Ausbildungswerkstatt von Steel in Kreuztal-Eichen feiert 30-jähriges Bestehen

Im Siegerland sind rund 1.000 Mitarbeiter bei Steel beschäftigt, davon lernen über 100 junge Menschen im Technikzentrum Kreuztal-Eichen. Die meisten von ihnen bleiben nach der Ausbildung bei thyssenkrupp und arbeiten z. B. – wie hier – an einer Bandbeschichtungsanlage.

Treffpunkt Ausbildung: Das Technikzentrum von Steel in Kreuztal-Eichen feiert sein 30-jähriges Bestehen und stellt sich beim „Tag der offenen Tür“ im Juli vor. Steel beteiligt sich auch an einem Projekt für Flüchtlinge und bietet diesen Ausbildungs- und Praktikantenplätze an.

„776 junge Menschen konnten wir von 1987 bis heute qualitativ bestens ausgebildet in die Berufswelt entlassen“, erläutert Heinz-Joachim Klose, Ausbildungsleiter von Steel im Siegerland. Mit seiner Ausbildungswerkstatt in Kreuztal-Eichen ist Steel einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Weit über 100 Auszubildende lernen und arbeiten im Technikzentrum Siegerland, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert. „Der größte Teil der Ausgelernten ist im Unternehmen geblieben, vor allem um unsere Produktion und Instandhaltung zu unterstützen. Einige der ehemaligen Auszubildenden haben bereits während oder auch nach der Ausbildung ein Studium aufgenommen und sind heute in Führungspositionen in unserem Unternehmen tätig“, so Klose. „Das macht uns sehr stolz auf unsere jetzigen und auch ehemaligen Auszubildenden.“

Für Steel hat Bildung von jeher einen hohen Stellenwert. Und der Standort hat mit der seit 1987 bestehenden Ausbildungswerkstatt in Eichen vielen jungen Menschen aus der Region eine Berufsausbildung und damit eine Zukunftsperspektive zu ermöglicht. Zwischen 25 und 30 Auszubildende beginnen jedes Jahr am 1. September ihre Ausbildung im Technikzentrum. Diese startet traditionell mit einer Azubi-Fahrt, bei der sich Ausbilder und Auszubildende kennenlernen. Um die künftige gemeinsame Zusammenarbeit zu erleichtern, stehen die Themen Kommunikation und Kooperation im Vordergrund. Die „Neuen“ bekommen natürlich auch einen Überblick über den Konzern thyssenkrupp und das Unternehmen thyssenkrupp Steel Europe.

Industriemechaniker/in, Verfahrensmechaniker/in in Fachrichtung Stahlumformung, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Mechatroniker/in und Kaufleute für Büromanagement sind die gängigen Ausbildungsberufe in Eichen und Ferndorf. Die Ausbildung dauert 3 bis 3,5 Jahre und kann bei guten Leistungen verkürzt werden. Die Auftragsausbildung für Unternehmen der Region ist ebenfalls wichtiger Bestandteil des Technikzentrums. Das Angebot umfasst auch Prüfungsvorbereitungskurse und garantiert somit eine ideale Vorbereitung auf die gestreckte Abschlussprüfung. Zahlreiche Kooperationsunternehmen profitieren seit Jahren von den Leistungen und Erfahrungen des Technikzentrums.

„Wir beschreiten ständig neue Wege, denn die Anforderungen des Marktes und der technische Wandel schreiten voran, so beschäftigen wir uns aktuell mit dem Thema Digitalisierung in der Ausbildung“, so Klose. „Lange haben wir uns auf die Erstausbildung fokussiert, heutzutage ist allerdings Flexibilität gefragt. Wir bieten laufend Praktika an: Berufsfeldorientierungen, Schülerpraktika, freiwillige Praktika und Grundpraktika für angehende Studenten. Bewerbungen von Umschülern oder Studienabbrechern sind ebenfalls willkommen. Erste Modelle zur Teilzeitausbildung laufen auch bereits“, erklärt der Ausbildungsleiter. „Außerdem engagieren wir uns für Flüchtlinge, die mit einem bestimmten Sprachniveau gerne unser Ausbildungsangebot nutzen können.“ Damit beteiligt sich der Standort auch an der konzernweiten thyssenkrupp-Initiative „we.help“. Darüber hinaus engagiert sich das Technikzentrum beim Thema Inklusion. Junge Menschen mit Behinderung sind hier bereits erfolgreich ausgebildet und auch übernommen worden. Vielfalt und Chancengleichheit sind für das Ausbilderteam besonders wichtig.

Das Technikzentrum Siegerland kooperiert außerdem mit regionalen Schulen, allem voran der Clara-Schumann-Gesamtschule, und bietet mit dem „Girl‘s Day“ oder dem MINT-Projekt besonders Mädchen die Möglichkeit, gewerblich-technische Berufe kennenzulernen. Junge Frauen im Blaumann sind in der Ausbildungswerkstatt schon lange keine Seltenheit mehr. „Wir würden gerne noch mehr junge Frauen für einen gewerblich-technischen Beruf begeistern und unserem Leitgedanken: ,engineering.tomorrow.together‘ vorantreiben“, betont Klose. Freie Ausbildungsplätze für das Jahr 2018 werden in Kürze unter http://karriere.thyssenkrupp-steel-europe.com/de/karriere.html zur Verfügung stehen.