Durch das eigene Handeln einen Unterschied machen

Es ist schon eine besondere Situation im Raum Schulung des Q2 im Quartier in Essen an diesem Montag: Martina Merz und Oliver Burkhard sitzen mit sieben weiteren Kollegen bei viel Abstand vor einer Übertragungskamera und schauen auf die Leinwand, wo sie dutzende Kollegen in einer Videokonferenz sehen. Besondere Zeiten erfordern besondere Mittel und so wird auf diese Weise in Coronazeiten klar:text gesprochen. Denn trotz der Umstände soll es weiter gehen mit dem Dialogformat, bei dem der Vorstand sich jeweils mit einer kleinen Gruppe von Mitarbeitenden austauscht. Alle sind gespannt, wie das funktioniert, wenn ein paar Kollegen im Raum Fragen der Kollegen an den Monitoren an den Vorstand stellen. Wird der Austausch genauso offen und interaktiv wie bei den vorhergehenden Veranstaltungen?

Sehr schnell wird klar, es ist zwar anders, aber auch in dieser Form ist ein offener und sehr persönlicher Dialog möglich. Auf die Frage nach der für sie größten Herausforderung antworten Martina Merz und Oliver Burkhard: „Die vielen Bälle, die Seitens der Führungsmannschaft gerade in der Luft gehalten werden müssen.“ Diese Herausforderung sei die größte und durch die Corona-Pandemie zusätzlich gewachsen. Wie fast alle Unternehmen kann auch thyssenkrupp in dieser Situation „nur auf Sicht fahren“, es bleibt ein großes Maß an Unsicherheit.

Doch in der Krise liegt auch eine Chance, sagt Oliver Burkhard: „Wer hätte thyssenkrupp Anfang des Jahres zugetraut, dass bis zu 30.000 Mitarbeitende im Homeoffice arbeiten und das es funktioniert, sowohl aus technischer Sicht, als auch mit Blick auf die Mentalität aller Beteiligter. Darauf können alle stolz sein.“

Für die Zukunft gilt: Bunter und lebendiger soll es werden bei thyssenkrupp. Und Martina Merz und Oliver Burkhard sind sich einig: „Eine Group of Companies ist nicht einfach zu führen, es wird zum Teil chaotisch werden, aber gerade dann braucht es Vertrauen – Und das gilt es auf allen Seiten aufzubauen und immer wieder neu herzustellen. “ Zusätzlich betont Martina Merz, dass sich jede Führungskraft, aber auch jeder Mitarbeitende die Frage stellen muss, „wo mache ich den Unterschied durch mein Handeln.“

Im zweiten Teil der Veranstaltung werden die Befragten zu Fragenden und wenden sich direkt an die Kollegen in der Videokonferenz. Martina Merz fragt nach möglichen Verbesserungen in der Kommunikation. Oliver Burkhard kommt noch einmal zurück auf die Corona-Pandemie und fragt was wir aus dieser Krise mitnehmen wollen. Die Kollegen an den Bildschirmen nehmen kein Blatt vor den Mund und äußern Lob wie Kritik. Oliver Burkhard ergänzt, dass alle Mitarbeitenden weltweit eine Antwort auf seine Frage zu den „Learnings from the Crisis“ geben können, in dem sie ihre Erkenntnisse in der we2go App im NWOW Kanal posten.

Die erste kontaktfreie Ausgabe von klar:text ist gelaufen, das Format hat sich bewährt und es geht weiter. Oliver Burkhard wird diese virtuelle Form des Austausches kurzfristig mit Kollegen in Indien und China nutzen. Außerdem ist am 19. Juni 2020 Ursula Gather, die Vorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, zu Gast und spricht zusammen mit Martina Merz und Oliver Burkhard klar:text. Haben sie Interesse dabei zu sein? Es gibt noch einige Restplätze, schreiben sie einfach an nwow@thyssenkrupp.com.